Offener Brief an den Päsidenten der HfbK
11.10.2007 | 15:38 Uhr | Alter: 3 Jahre

Wie bei der Semestereröffnung verlesen:


Sehr geehrter Herr Präsident der Hochschule für bildende Künste Hamburg

Köttering,


die Unterzeichnenden, die Anfängerbetreuer der Studienschwerpunkte

ersuchen Sie inständig dafür zu sorgen, daß sämtliche Strafanzeigen

zurückgezogen werden, unseres Wissens nach 3: A) seitens der

Wissenschaftsbehörde B) seitens der Staatsanwaltschaft und c) von Ihrer

Seite - gegen die Ihnen anbefohlenen Studierenden der Malaktion in der

Nacht vom 30. September zum ersten Oktober.

Es liegt in Ihrer Macht, die zivilen Verhältnisse an dieser Schule

wiederherzustellen. Wir möchten Sie daran erinnern, daß zu allen Zeiten

derartige Aktionen an Kunsthochschulen stattgefunden haben, und nicht

als Vandalismus zu verstehen sind, sondern zum vitalen Repertoire an

einer solchen Institution gehören, so daß es keinen einzigen Grund gibt,

sie nicht intern zu regeln.

Die Studierenden haben ihre Auffassung von der Aktion  veröffentlicht.

Sie haben erklärt, daß es sich um eine zweiteilige Kunstaktion handelt,

deren erster Teil dem dionysischen Rausch verpflichtet war und deren

zweiter Teil, der für den 13. Oktober angesetzt ist, dem apollinischen

Gegenprinzip der Wiederherstellung der Ordnung dient - also dem weißen

Überstreichen der dionysischen Malereien. Warum, fragen wir Sie

bestürzt, wird von Ihnen nicht dahingehend auf diese Erklärung

eingegangen, daß Sie die eingreifenden Behörden versichern, daß kein

Schaden entstanden sein wird.


Prof. Ingo Haeb

Lutz Jelinski

Achim Hoops

Prof. Thomas Bernstein

Prof. Susanne Lorenz

Prof. Heike Mutter

Ute Janssen

Prof. Corinna Schnitt

Katrin Sahner

Prof. Andrea Tippel

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