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THE THING Hamburg: Antwortschreiben der Senatorin Karin v. Welck
 
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31. März 2007

Antwortschreiben der Senatorin Karin v. Welck

Freie und Hansestadt Hamburg

Kulturbehörde

Senatorin Prof. Dr. Karin v. Welck

 

Sehr geehrte Frau Sollfrank,

ich danke Ihnen für Ihr Schreiben vom 18.Januar 2007, in dem Sie, als Sprecherin der Jury „Programmförderung Künstlerhäuser und Kunstorte 2007“, mir Kritikpunkte und Vorschläge der Jury übermitteln.

Bevor ich auf die Punkte Ihres Schreibens eingehe, möchte ich Ihnen und allen Jurymitgliedern zunächst für Ihren ehrenamtlichen Einsatz sehr herzlich danken, der aus meiner Sicht zu einem ausgezeichneten Ergebnis geführt hat, das ich vorbehaltlos akzeptiere. Ich beglückwünsche Sie zum ausgewogenen Tableau Ihrer Fördervorschläge, zu der sorgfältigen Auseinandersetzung mit den einzelnen Anträgen, die diesem zugrunde lag und zu Ihrem Verantwortungsbewusstsein, das Sie mit Ihren Entscheidungen bezüglich des Gesamtensembles der Hamburger Künstlerhäuser und Kunstorte bewiesen haben.

 

Nun zu Ihren kritischen Anmerkungen und zu den Anliegen, die Sie in Ihrem Schreiben übermitteln:

In der Tat sollte die Entscheidung über die Fördermittel für 2008 diesjährig, im Laufe des Novembers 2007, fallen. Das zuständige Fachreferat hat mir zugesagt, dies zu gewährleisten, zumal der Modus der Mittelvergabe via Prüfung durch eine Expertenjury ja nun erfolgreich erprobt ist und nicht erneut diskutiert werden muss.

 

Ihre Forderung, den Förderbereich „Programmförderung Künstlerhäuser und Kunstorte“ präziser zu definieren und nach erfolgter Definition künftig auszuschreiben, leuchtet mir ebenfalls ein. Ich würde es begrüßen, wenn sich hier interessierte Jury-Mitglieder als Berater zur Verfügung stellen würden. Der Bereich der Programmförderung ist relativ neu und wir wären schlecht beraten, wenn wir uns hier nicht Expertise von außen dazu holen würden. Frau Mittelberg und Frau Baireuther werden Sie in diesem Sinne ansprechen.

Ich bin wie Sie der Überzeugung, dass die zahlreichen Aktivitäten der Kunstszene ein unverzichtbarer Bestandteil der „kulturellen Diversität und Lebendigkeit unserer Stadt“ sind, wie Sie es treffend formuliert haben. In diesem Sinne habe ich mich in einer Zeit, in der wir uns alle darin einig sind, dass es nicht mehr nur um staatliche Fördermittel, sondern darüber hinaus zunehmend um kreative Strategien in Sachen diversifizierter Mittelakquise geht, erfolgreich um private Mittel für die Künstlerszene bemüht. Zu den Budgets, die die Kulturbehörde jährlich zur Verfügung stellt (386.000 € für Künstlerförderung; 250.000 € für Kunst im öffentlichen Raum; hinzu kommen erhebliche Mittel für Kulturzentren wie das Kunsthaus und den Kunstverein und Ausbauförderung für Atelierprojekte), kommen in den Jahren 2006 bis 2008 eine Mio € mäzenatischer Mittel hinzu, die – wie Sie wissen – neben der Atelierförderung vorwiegend in Projekte der Künstlerhäuser- und Kunstorte-Szene fließen.

 

Mir ist bewusst, dass in die Programme der Szene, um die es hier geht, beträchtliche Eigenleistungen investiert werden. Diese eigenen Anstrengungen sind aber, da werden Sie mir zustimmen, unabdingbare Vorleistungen, um in den Genuss von staatlichen Förderungen zu gelangen. Ich nehme den emphatischen Begriff der Autonomie der Kunst und der Künstler zu Ernst, um mir eine Künstlerszene vorstellen zu können, die – vor jeder eigenen Anstrengung - eine weitgehende staatliche Durchfinanzierung erwartet. Was Ihre Forderung nach Erhöhung des Programmförderbudgets auf 250.000 € anbelangt, so möchte ich Sie daran erinnern, dass das Gesamtantragsvolumen für 2007 bei 206.000 €, das angebotene Fördervolumen von 125.000 € (nach Abzug der Fördersumme für Bildwechsel) also nur um ca. 65 % unterhalb der beantragten Gesamtfördersumme lag. Im bundes-, bzw. europaweiten Vergleich des Verhältnisses zwischen angebotenen und beantragten Fördermitteln dürften wir – angesichts mehrhundertprozentiger Überbuchungen andernorts – ziemlich gut dastehen.

Dass es Mittelumschichtungen von der individuellen Künstlerförderung hin zur Programm-förderung der Künstlerhäuser und Kunstorte gegeben hat, ist richtig. Ich sehe hier allerdings, was die letztlichen Nutznießer der Förderung anbelangt, keine so grundsätzlichen Gräben zwischen den beiden Förderprogrammen, wie Sie dies tun. Wenn ich die Programme der Künstlerhäuser/ Kunstorte Revue passieren lasse, so bestehen diese zu einem hohen Anteil aus Ausstellungen von Einzelkünstlern oder Künstlergruppen. Und wenn wir – andererseits – Mittel für Einzelkünstler vergeben, so beziehen sich deren Anträge zumeist auf Projekte, die an konkrete Orte, lokale, überregionale oder internationale Kunstorte, gebunden sind. Auch hier mischt sich also Individual- zumeist mit Institutionsförderung. Dennoch pflichte ich Ihnen bei, dass perspektivisch eine Aufstockung des Mittelvolumens für Einzelkünstlerförderung wünschenswert wäre. Da der Hamburger öffentliche Haushalt für die Jahre 2007/2008 beschlossen ist, ist dies ein Thema für die Haushaltsverhandlungen für 2009.

 

In diesem Zeithorizont ist ebenfalls das Nachdenken über einen möglichen neuen Förderschwerpunkt für „Archive im Kontext der bildenden Kunst“ anzusiedeln. Ich habe die Entscheidung des Fachreferats akzeptiert, Bildwechsel diesjährig aus der Jury-Diskussion herauszunehmen, weil Bildwechsel in der Tat aufgrund seines Archiv-Schwerpunktes eigentlich nicht in die Programmförderung einbindbar ist. Wie wir mit dieser Problematik für 2008 umgehen, müssen wir noch einmal überdenken.

Auf Ihr Beratungsangebot, das Sie am Ende Ihres Schreibens formulieren, kommt das Fachreferat Bildende Kunst gern und mit meiner ausdrücklichen Zustimmung zurück. Ich bin gespannt auf die nächsten Entwicklungen in unserem nun schon erfreulich kontinuierlichen Dialog.

 

 

Mit freundlichen Grüßen,

Senatorin Prof. Dr. Karin v. Welck

 

 

 

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